Weinmann, Hans Briem/

1475 – ?

14x UR-GROßVATER „alt Hans Briem gen. Weinmann“ 1524 Richter in Untersielmingen ? 1527 Richter in Obersielmingen ? Die Anfänge der Sielminger Weinmann Von Gerd Wunder Zu den überaus zahlreichen Mannesstämmen in Sielmingen (jetzt Filderstadt) gehören, wie Arnolt, Bayha, Hahn, Schweizer, auch die Weinmann. Daher war es schon im 16. Jahrhundert erforderlich, gleichnamige Familienangehörige durch Beinamen zu unterscheiden. Am Beispiel der Weinmann soll im folgenden 1. der Ursprung des Familiennamens, 2. die Wahl der Beinamen, 3. die enge Verknüpfung der Nachkommen („Inzucht“) behandelt werden. Den besten Aufschluss gibt auch hier das Verzeichnis der Leibeigenen der Propstei Nellingen des Klosters St. Blasien von 1532. Wir finden hier nebeneinander Hensin Briem genannt Wynman mit seiner Frau Margret Hermann aus Scharnhausen (Kinder: Margaret 12, Jörg 10, Hans 8, Jakob 7), Jerg Briem, genannt Wynman, dessen verstorbene Hausfrau Anna Bettlinger ihm zwei Kinder hinterlassen hat (Anna 7, Gerg 6), endlich Bernhard Briem, der erst kürzlich Eva Bettlinger geheiratet hat. Bernhard Briem heißt bei der Musterung 1536, in der Türkensteuerliste 1545 (mit 100 Gulden), im Stiftslagerbuch 1536 stets Bernhard Weinmann, seine Witwe Eva ist 1557 bis 1573 Bernhard Weinmanns Wittib. Auch ein jüngerer Bernhard Weinmann (verheiratet 1567) wird 1557 noch als „Bernhard Briem auch Weinmann“ bezeichnet. Im Kellereilagerbuch von 1524 werden als Inhaber einer Hube mit zwei Häusern und Hofstätten genannt „Hanns Weinmann der Ältere als Träger, Bernhard und Jörg Weinmann Gebrüder“; das eine Haus steht bei der Kirche, das andere oben im Dorf zwischen Jörg Hanen und jung Briemenhansen Äckern. Hans Brem hat 1536 Besitz auf Grund einer Verschreibung, die anfängt „Ich Hans Weinmann“. Endlich finden wir 1536 Veit Brem, 1557 den Bäcker Veit Weinmann in Obersielmingen, der auch Schultheiß wurde. Nach diesen Belegen kann es nicht zweifelhaft sein, dass Briem (Brem) und Weinmann identische Personen sind. In Zukunft heißen sie in Sielmingen nur Weinmann, während in Scharnhausen der Name Briem (Priem) häufig ist. Wie der Doppelname zu erklären ist, lässt sich schwer sagen. Es sieht so aus, als ob der Stammvater erst aus Scharnhausen gekommen wäre und bei den Weinmann in Sielmingen eingeheiratet hätte (denn wir finden hier bereits 1451 einen Jörg Weinmann, der 1462 Richter war, außerdem kommen Werner 1451, 1501, Martin und Wolf 1498 vor. Aber für eine genealogische Verknüpfung fehlen doch die Unterlagen. Offenbar sind die drei Leibeigenen von St. Blasien 1532 Brüder, Hensin, Jörg und Bernhard, vielleicht gehört auch Veit dazu. Aber wie steht es mit dem älteren und jüngeren Hans? 1524 ist Hans Weinmann Richter in Untersielmingen, 1527 Hans Weinmann Richter in Obersielmingen. 1545 hat Hanns Briem in Untersielmingen 400 Gulden, Briemlis Kind 100, daneben Bernhard 100 und Jakobs Witwe 500. Andere Hausväter des Namens sind also im Unterdorf damals nicht vorhanden. Natürlich besaßen viele Bauern angrenzende Äcker in beiden damals getrennten Dörfern. Es will uns scheinen, dass die drei oder vier jungen Eheleute von 1532 Söhne des älteren Hans Briem sind, der im Lagerbuch der Kellerei siebenmal als Hans Brem, zwölfmal als Hans Weinmann vorkommt und mit dem Richter von 1524 identisch sein dürfte. Dagegen wird der junge Briemenhans „vom Oberdorf“ einmal erwähnt, wohl der Richter von 1527. Der mit Margarete Hermann 1519 verheiratete Hensin Briem/Weinmann lebte dagegen offenbar im Unterdorf 1536, 1545, 1557. aus: Südwestdeutsche Blätter für Familien- und Wappenkunde, Band 17 (1982-1984)

Im Stammbaum

Stammbaum: Weinmann, Hans Briem/

Diese Generation

Nachkommen – 1. Generation

Nachkommen – 2. Generation