Steck, Karl „Charles“ „Carl“
1824 – ?
Schmied Auswanderung in die USA xx.xx.xxxx Abfahrt in Havre mit „Louisiana“ ? 24.07.1849 Ankunft in New York mit „Louisiana“ 1851 verzichtet zunächst auf sein Bürgerrecht „Lieben Geschwister, seyt ihr so gut und schreibt mir auch, wie es steht bey meiner Catharina, ob sie noch lebt und ledig ist, oder wie es steht mit ihr. Ich habe ihr jedesmal auch geschrieben, wenn ich euch geschrieben habe. Ich bin besunnen, daß ich nicht mehr nach Deutschland gehe, und deswegen maht [möchte?] ich wissen, wie es steht mit ihr, ob sie auch seyt der Zeit schon nach mir gefragt hat, oder ob sie mit anderer Liebe wailen thut. Ich bin besunnen, nicht mer lange zu warten, um zu heiraten. Und weil ich ihr versprochen habe, daß ich sie heiraten will, so will ich mein Wort nicht zurik ziehen. Und auf das darf ich nicht sehen, weil sie kein Vermögen hat. Die sind hier in Amerika sehr wenig, was deische Matigen [= deutsche Mädchen] sind, und deßwegen wäre mir diese imer lieber als eine andere. Wenn sie aber, so viel ihrNachfragen stimt, mit andern gehabt hat, so will ich sie nicht mehr haben. Deswegen seyt ihr sogut und schreibt mir, wie es steht mit ihr. Dann will ich sie auf nächstes Früjahr hieher komen lassen. Ich kann ein Akort machen in Neujork, wie viel ich bezalen muß von ihr hieher zu liefern. Ich will auch damit kein Geschäft machen, so viel Gelt habe ich imer, daß ich keins brauche von euch. Kurzum, schreibt ihr mir einmal, wie es ist, will sie hieher oder nicht, dann will ich auch wieder schreiben. Indesen grüßet sie mit vielen tausend Grüßen, ihr gelibther Karl Steck.“ (Karl Steck, Newark/New Jersey, ohne Datum[1851?], BeR 733 A) aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde, Band 11 „Auswanderung“ „Lieben Geschwister und Freinden, was sich bey uns seyd der Zeit zugetragen hat, daß ich wieder krank gewesen bin. Ich hatte eine Art Nerfenfieber. Ich hatte 14 Tage das Bett hüten müßen und 14 Tage Stubenarest, also 4 Wochen konte ich nicht arbeiten. Nicht lange nachher hat mich das Unklick getroffen. Ich war bescheftig an einem Haufen Bauholz, da fühlen 3 Balken herunder und trafen mich auf meine Füße, so daß ich zu Boden stütze und um Hülfe schrie. Es waren sogleich Leite da, die mich hervor brachten. Ich kunte nicht hinstehen, man mußte mich nach Hause fahren. Meine Füße waren so zerschlagen, daß ich 7 Wochen unter äzlicher Behandlung war. 4 Wochen kunte ich nicht aus dem Bette gehen, doch gebrochen war nichts. Ich bin wieder sehr gut geheilt.“ (Karl Steck, Union Hill, 3. März 1857, BeR 733 D) aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde, Band 11 „Auswanderung“
Eltern
- Steck, Johannes1776 – 1843
- Steck, Katharina Barbara geb. Walz1783 – 1837
Geschwister
- Steck, Johannes1797 – 1862
- Steck, Anna Catharina1798 – 1810
- Steck, Anna Maria* 1800
- Steck, Michael1802 – 1875
- Steck, Anna Maria* 1805
- Steck, Matthäus1807 – 1807
- Steck, Andreas1808 – 1873
- Steck, Christoph* 1810
- Steck, Matthäus1814 – 1880
- Steck, Carl1816 – 1820
- Steck, Johann Georg1817 – 1817
- Steck, Johann Georg1819 – 1854
- Steck, Anna Catharina1821 – 1855
- Steck, Rebecca1822 – 1826
- Steck, Karl* 1824
- Steck, Ludwig* 1827
- Steck, Anna Maria1829 – 1881
- Heinold, Magdalena* 1830
Ehe
- Heinold, Friedrike geb. Steck1814 – 1850
Kinder
- Steck, Johann Georg1842 – 1842
- Steck, Matthäus1844 – 1898
- Steck, Anna Maria1847 – 1847
- Steck, Johannes1848 – 1849
Lebenslauf
- 03.11.1824 Geburt Bernhausen
- 19.03.1842 Geburt von Steck, Johann Georg Stetten-Hof
- 24.11.1844 Geburt von Steck, Matthäus Bernhausen
- 02.05.1847 Geburt von Steck, Anna Maria Bernhausen
- 21.12.1848 Geburt von Steck, Johannes Bernhausen
- 31.08.1851 Heirat mit Heinold, Friedrike geb. Steck