Schlecht, Johann Christian

1797 – 1882

Bürger und Schneider Amtsbote 25. Juni 1839 Schultheiß FAMILIENREGISTER In der Gemeinderatssitzung vom 25. Juni 1839 wurde Johann Christian Schlecht (1797-1881) zum neuen Schultheißen ernannt. Im Unterschied zu seinen Vorgängern war er kein Bauer, sondern ebenso wie sein Vater Schneider von Beruf. Er hatte zunächst in der Gemeinde das Amt des Gemeindeboten übernommen. Wie sein Vorgänger übernahm er auch das Amt des Ratsschreibers. Insgesamt hatte er 31 Jahre lang dieses Amt inne, bis er 73-jährig in den Ruhestand trat. Damit war er der am längsten amtierende Schultheiß Plattenhardts während des gesamten 19. und 20. Jahrhunderts. In seiner Amtszeit fielen die Notjahre 1846 bis 1854, in denen auch eine starke Auswanderungswelle stattfand. Weiterhin führte er 1858 den Rathausumbau durch, bei dem der offene Durchgang geschlossen wurde, wie er noch auf der Mörike-Zeichnung zu sehen war. Und schließlich fiel auch der Schulhausbau von 1867 in seine Amtszeit. Interessant ist, wie ihn Pfarrverweser Maximilian Scholl 1842 einschätzt: „Die weltliche Behörde geht dem Pfarramt bei seinen Bemühungen, Zucht und Ordnung einzuführen und zu erhalten, auf eine lobenswerte Weise an die Hand und es kann das Pfarramt Schultheiß Schlecht nicht anders als rühmen, sowohl was sein Privatleben, seinen Kirchenbesuch also auch, was seine amtliche Thätigkeit in Gemeinschaft mit dem Pfarramt betrifft. Er ist ein streng ernstlicher Mann, der das Gute will. Deshalb muss auch der Gemeinderat und Kirchenkonvent beharrlicher auf Ordnung dringen, als bisher und darf nicht mehr so wie früher selbst der Ordnung zuwider handeln. Ehesachen sowie andere gemeinschaftliche Sachen werden dem Gesetz gemäß schnell erledigt.“ aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde, Band 24 „Plattenhardt – eine Ortsgeschichte“

Im Stammbaum

Stammbaum: Schlecht, Johann Christian

Diese Generation

Nachkommen – 1. Generation

Nachkommen – 2. Generation