Müller, Theodor
1890 – 1931
*) Tödlicher Motorradunfall in der Neckarstraße, Stuttgart Mechanikermeister, Schlossermeister Aufgrund seiner Lage an der Staatsstraße gab es in Bernhausen bereits relativ frühzeitig mechanische Werkstätten und Tankstellen. Laut Mosse’s Adressbuch von 1925 befanden sich in Bernhausen die „Elektrotechnischen Installationen Trautwein & Deuschle“ sowie die „Mechanische Werkstatt Theodor Müller“ und schließlich die „Fahrradhandlung Friedrich Beck“. Im März 1931 ergab eine Anfrage des Amtsoberamts Stuttgart, dass in Bernhausen bereits vier (!) Tankstellen vorhanden waren. Sie wurden betrieben von: Wilhelm Briem (geb. 1902), Installateur, seit 1926, Theodor Müller (geb. 1890), Mechaniker, seit 1927, Hermann Trautwein (geb. 1899), seit 1926 und Friedrich Lutz (geb. 1889), Bausteinwerk, seit 1930. Schlossermeister Theodor Müller besaß die älteste mechanische Werkstatt in Bernhausen, die mit der Motorisierung in Zusammenhang stand. Am 28. Juni 1911 meldete er einen Gewerbebetrieb als Schlosser und Fahrradhändler an. Die Werkstatt befand sich an der Ecke Aicher-/Rosenstraße. Erstmals im April 1911 hatte Müller als mechanische Werkstatt im Filder-Boten inseriert und für „Fahrräder, Pneumatik, Nähmaschinen“ geworben. Ein lebendiges Bild gibt eine Annonce von 1920: „Haben Sie eine Reparatur, sei es Nähmaschine, Fahrrad, Grammophon, Zentrifuge, Benzin- oder Elektromotor, Waffen oder sonstige Maschinen, wenden Sie sich vertrauensvoll an Theodor Müller, geprüfter Mechanikermeister.“ Mechanische Werkstatt von Theodor Müller in der Rosenstraße, um 1928 Von links nach rechts (stehend): Willi Müller, NN., Wilhelm Reichle, Theodor Müller, Friedrich Kienle, Ernst Steck, Hermann Hiller, vorne sitzend: Paul Weinmann, Christian Feuerbacher Er verstand es, die Bevölkerung für das neue Verkehrsmittel Fahrrad zu interessieren, indem er sich 1920 in Bernhausen an der Gründung eines „Radfahrerverein Edelweiß“ beteiligte und während der 20er Jahre den Verein leitete. Während der 20er Jahre betrieb Müller ein gut gehendes Geschäft, das sich dem Verkauf und der Reparatur von Fahrrädern und Motorrädern verschrieben hatte. Dies zeigte sich auch darin, dass Müller 1922 zu den Mitbegründern des Gewerbe- und Handelsvereins Bernhausen zählte. Zu seinen Lehrlingen gehörte u.a. auch Willy Bauer aus Harthausen, der später eine Autowerkstatt und eine Tankstelle betrieb. Als Mechaniker und Fachmann für Motorräder begann Müller 1927 mit einer Tankstelle der Firma „Rhenania Ossag Mineralwerke AG“. Im Oktober 1931 hatte der erst 40-Jährige in Stuttgart in der Neckarstraße einen tödlichen Motorradunfall. Die Tankstelle und die mechanische Werkstätte wurden nach dem Tod von seiner Witwe Lydia Müller weitergeführt. Zu Kriegsbeginn musste sie jedoch ihren Betrieb wegen der allgemeinen Triebstoff-Rationierung schließen. Laut einer Anfrage beim Landratsamt von 1941 ruhte seit der Einberufung ihres Sohnes Herbert auch der Betrieb der Werkstätte. Der ältere Sohn arbeitete nach seiner Entlassung aus der Wehrmacht als Mechaniker bei der Lufthansa auf dem Flughafen Stuttgart. Erst nach dem Krieg konnte Lydia Müller die Tankstelle in der Rosenstraße 1 wieder eröffnen, die bis Anfang der 60er Jahre existierte. Tankstelle von Lydia Müller, Rosenstraße 1 vor dem Abbruch des Gebäudes 1964 aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Geschichte und Landeskunde, Band 15 „Mobilität in Filderstadt“
Eltern
- Müller, Albert Wilhelm Emil1867 – 1927
- Müller, Regine geb. Dürr1867 – 1929
Geschwister
- Müller, Albert Friedrich* 1886
Müller, Wilhelm* 1901- Lebende Personlebend
- Lebende Personlebend
- Lebende Personlebend
- Lebende Personlebend
Partnerschaft ohne Trauung
- Lebende Personlebend
Kinder
- Lebende Personlebend
Lebenslauf
- 12.07.1890 Geburt Weilimdorf
- 10.1931 Tod Stuttgart
Im Stammbaum
Stammbaum: Müller, Theodor
Vorfahren – 3. Generation
Vorfahren – 2. Generation
Vorfahren – 1. Generation
Diese Generation
Lebende Person
Nachkommen – 1. Generation
Lebende Person