Mack, Albert

1908 – 1942

Dienstknecht Tischler/Schreiner Wasenstraße 34b, Stetten-Weidach Mögliche Opfer der „Aktion 14f13“ Ebenso rätselhaft bleibt das Schicksal des 1908 in Bernhausen geborenen Anton M. (Name geändert). Wegen mehrerer Diebstähle und wiederholter Betrugsdelikte galt er in der Sprache des Nationalsozialismus als „Berufskrimineller“. Sein Strafregister seit 1929 führt Delikte wie Fahren ohne Fahrererlaubnis auf, 1930 und 1932 verschiedene kleinere Betrugsdelikte. 1937/38 war er wegen eines Diebstahls für vier Monate im Landesgefängnis Ulm inhaftiert. Im Gnadengesuch, das er während dieser Haft stellte, heißt es über seine Arbeitsleistung: „Ordentlich gut und fleißig.“ Damit ergibt sich aber eher der Eindruck eines kleinen Kriminellen, aber keineswegs als eines Schwerverbrechers. Vermutlich im Mai 1942 wurde er in das KZ Sachsenhausen verbracht und dort unter der Häftlingsnummer 42171 registriert. Seine Familie wohnte zu dieser Zeit bereits seit einigen Jahren nicht mehr in Bernhausen. Seine Spur verliert sich dann, sein Tod am 28. Juni 1942 im KZ Sachsenhausen ist jedoch wieder aktenkundig. In jenen Jahren fand in den Konzentrationslagern eine gezielte Aussonderung und Ermordung von KZ-Häftlingen durch Vergasen statt, die unter dem Namen „Aktion 14f13“ bekannt ist. Ob Anton M. aber ein Opfer dieser Tötungsaktion war oder unter anderen Umständen in der Haft verstarb, lässt sich nicht klären. aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde, Band 22 „Filderstadt im Zweiten Weltkrieg“

In Memoriam

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