Gollmar, Johann Gebhard

1745 – 1815

Provisor von Waldenbuch 1763 Schulmeister von Plattenhardt 1797-1815 Schultheiß FAMILIENREGISTER Laut dem Pfarrer besaß er „1. gute Schulgaben, 2. [ist er] fleißig in der Schul und Mößnerey, 3. moderat in der Schuldisciplin und 4. im Lebenswandel mit den Seinigen ordentlich“. Auch der Dekan lobte seinen Fleiß und seine Fähigkeiten (1768). Der erste Schultheiß des 19. Jahrhunderts war Johann Gebhard Gollmar (1797-1815), der aus Oberlenningen stammte und 1765 nach Plattenhardt eingeheiratet hatte. Die nachträgliche Einschätzung durch Oberamtmann Griesinger im Jahr 1824 ist wenig schmeichelhaft: einen wesentlichen Grund für die Notlage Plattenhardts in den 1820er Jahren sah der Oberamtmann in der Tatenlosigkeit vom Schultheiß Johann Gebhard Gollmar. Dieser sei „theils ein ganz schläfriger und unthätiger Mann …, der die Steuerreste zu einer Zeit aufwachsen ließ, wo sie so gut hätten bezahlt werden können,“ und der, wenn er ausstehende Steuern eintreiben wollte, „sehr oft hören musste, er soll nur bei seinen eigenen Söhnen anfangen.“ Daraufhin unterließ er die Steuereintreibung. „Dieser Mann ist zwar schon 8-9 Jahre tot, aber ich bin überzeugt, ein großer Theil dieses Elendes schreibt sich noch von ihm her.“ aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde, Band 24 „Plattenhardt – eine Ortsgeschichte“

Im Stammbaum

Stammbaum: Gollmar, Johann Gebhard

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