Alber, Karl Friedrich
1920 – 1991
Wagner Karl Alber, der letzte Wagner Bernhausens Auch Karl Alber wurde schon in seiner Kindheit zu landwirtschaftlichen und handwerlichen Hilsfarbeiten herangezogen. „Von frühester Jugend an hat er bloß geschafft,“ berichtet seine Ehefrau. In der Schule zählte er zu den bestens Schülern. Deshalb versuchte man seine Eltern davon zu überzeugen, ihn Lehrer werden zu lassen. Doch davon wollte auch der junge Karl Alber nichts wissen, „weil er immer gemeint hat, die Lehrer würden nichts schaffen.“ Als Stammhalter und angesichts der materiellen Gegebenheiten der Familie hatte Karl Alber keine andere Wahl als das Wagnerhandwerk zu erlernen. Trotz dieser vorbestimmten beruflichen Zukunft entwickelte er aber ein größeres Interesse an der Eisenverarbeitung und hätte lieber den Beruf des Mechanikers ergriffen. Daran hinderte ihn jedoch der strenge Vater, der darauf bestand, daß sein Handwerksbetrieb einmal weitergeführt werde. Also absolvierte Karl Alber im väterlichen Betrieb bis Ende 1936 seine Lehrzeit. Als Geselle arbeitete er dann bei anderen Wagnern in Plieningen und Möhringen. Doch mit 20 Jahren wurde er zum Reichsarbeitsdienst nach Österreich eingezogen. Als sein Vater Ende 1940 starb, war Karl Alber selbst schwer krank. Beim Arbeitsdienst hatte er sich ein Lungenleiden zugezogen, das ihm zu einem längeren Sanatoriumsaufenthalt zwang und ihn vom Militärdienst befreite. Schon im Alter von 22 Jahren bereitete er sich daher auf die Meisterprüfung vor, um den verwaisten väterlichen Betrieb fortführen zu können. Am 6. Juli 1943 erhielt er dann seinen Meisterbrief ausgehändigt. aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde, Band 8 „Wagnerei Alber in Bernhausen“ aus: FilderStadtMuseum Das Wagner-Handwerk ist so gut wie ausgestorben. In Bernhausen waren viele solcher Betriebe angesiedelt, die aber nach und nach zumachten. Die letzte Wagnerei auf den Fildern soll erhalten bleiben. Hörfunksendung des SDR vom Juli 1992 (Manfred Stäbler fertigt heute noch Deichseln an. Die Wagnerei soll in Betrieb bleiben. Er erinnert sich an seinen Lehrmeister Karl Alber.) aus: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/003 D921019/124
Eltern
- Alber, Karl Christian1892 – 1940
- Alber, Luise geb. Briem* 1892
Geschwister
- Lebende Personlebend
- Weinmann, Erna Luise geb. Alber1925 – 2021
Ehe
Alber, Rosa geb. Rueß1926 – 2024
Lebenslauf
- 06.12.1920 Geburt Bernhausen
- 10.10.1958 Heirat mit Alber, Rosa geb. Rueß Bernhausen
- 08.03.1991 Tod Bernhausen