Adam, Adam

1716 – 1791

1763-1791 Schultheiß Schultheiß Adam Adam Die herausragende Schultheißenpersönlichkeit in Bonlanden war Adam Adam, aus diesem Grund soll er etwas ausführlicher dargestellt werden. Bereits sein Vater Gallus Adam war elf Jahre lang Schultheiß. Als er verstarb, war Adam Adam erst 13 Jahre alt, er erlernte das Müllerhandwerk und heiratete 1738 Anna Barbara, die Tochter des Müllers Hans Schmid. Nach dessen Tod 1748 übernahm er die Mühle, führte sie aber seit 1751 gemeinsam mit seinem Schwager Johann Georg Schlecht. 1741 wurde er Mitglied des Rats, 1748 Mitglied des Gerichts, 1763 wurde er zum Schultheißen gewählt und versah dieses Amt 28 Jahre lang. Über seine Biografie ist dank eines Berichts von 1821 mehr bekannt. In den 1760er Jahren hätten die Bonländer Bauern es vorgezogen, außerhalb ihres Ortes Handel mit Leinwand, Wildbret und anderen Dingen zu treiben und sich „in den Schenken, auf der Kegelbahn und am Spieltisch“ aufzuhalten, statt sich um die beschwerliche Feldarbeit zu kümmern. Die Folge war eine große Armut der Gemeinde, die bald ihre Steuern und Abgaben nicht mehr bezahlen konnte. Schuldheiß Adam, dem „Schüchternheit und Menschenfurcht“ fremd waren, visitierte die Wirtschaften und Schenken. Wenn er einen „liederlichen Hausvater antraf, der sich eben gütlich tun wollte, während sein Weib und Kinder zu Haus darbten“, dann schickte er ihn umgehend, „oft auch wohl mit einer Tracht Prügel nach Hause“. Gleichzeitig vertrat er auch energisch die Interessen seiner Gemeinde, er verhalf ihr zu manchen bisher nicht genutzten Rechten oder beendete mehrere langwierige Prozesse, in welche das Dorf verwickelt war. Gab es zwischen den Bürgern Streitigkeiten, so schlichtete er sie selbst. Die Folge war, dass „das Dorf schnell von seiner Armut zu Wohlstand emporstieg; und jetzt [1821] ist Bonlanden unter den württembergischen Dörfern ebenso sehr durch seinen Wohlstand bekannt, als es sich vor der Amtsführung unseres Schuldteißen durch Armut auszeichnete.“ Es gab aber auch Beispiele, wie er „wüst“ liegende Grundstücke für die Gemeinde erwarb und wieder bewirtschaften ließ, so dass sich nach einigen Jahren erhebliche Gewinne erwirtschaften ließen. Als Dank für seine großen Verdienste schenkten ihm die Mitglieder von Gericht und Rat einen halben Morgen des gewonnenen Landes. Der Herzog verlieh ihm eine silberne Gedenkmünze. aus: Filderstädter Schriftenreihe zur Heimat- und Landeskunde, Band 25 „Bonlanden – eine Ortsgeschichte“

Im Stammbaum

Stammbaum: Adam, Adam

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