Raff, Wilhelm Friedrich

1901 – 1983

Bauer Sein Sohn Helmut berichtet von seinem Vater: „Er wurde am 1. September 1939 zu den Soldaten eingezogen. Ich war noch in der ersten Klasse. Seine erste Station war in Neuhausen/Filder bei der Gründung eines Pferde-Parks, wo er als Futtermeister bis Mitte Mai 1940 diente. Es war eine gute Zeit, wir konnten ihn auch besuchen. Von Neuhausen ging’s mit dem Zug und mit den Pferden ins Glottertal bei Freiburg, für einen Monat auf verschiedene Höfe verteilt, wo er für 80 Pferde Futter besorgen musste. Von da an ging es im Juli 1940 ins Elsass, wo ein paar Wochen zuvor noch Kriegsgebiet war. Anfang Oktober 1940 wurden sie nach Polen (Krakau) abkommandiert, und sie fuhren weiter mit dem Zug und den Pferden. Im Juli 1941 kam der große Marsch nach Osten in die Ukraine und nach Russland. Vom Biwak in Lemberg schreibt er, dass sie bis jetzt 500 Kilometer zu Fuß marschiert sind, was sie da alles erlebt haben, könnt ihr Euch gar nicht vorstellen. Dann kam der kalte Winter in Russland, wo er die Füße erfroren hat. Im Februar 1943 kam er ins Kriegslazarett nach Lemberg, danach bis Mai ins Reservelazarett ins Elsass nach Rappoltsweiler. Anschließend kam er in die Kaserne Kuhberg nach Ulm, wo ich und meine Mutter ihn besuchten. Im August 1943 wurde er zu seiner Einheit nach Frankreich abkommandiert, er schrieb, es war eine schöne Fahrt mit dem Zug über Paris und Versailles (ich habe das Schloss gesehen, wo der Versailler Friedensvertrag 1919 abgeschlossen wurde) nach Guingamp bei Brest, in der Nähe vom Meer. Im Oktober 1943 wurde er zum Unteroffizier befördert und erhielt das Kriegsverdienstkreuz und die Ost-Medaille. Am 6. Juni 1944 begann die Invasion. Durch Nachforschung meiner Mutter (über die Frau des Feldwebels) haben wir erfahren, dass mein Vater noch am 2. September 1944 in Brest kämpfte. Am 13. Oktober 1944 ist er bei den Amerikanern in die Gefangenschaft gekommen. Im April 1945 ist er in ein Camp nach Texas verschifft worden, wo er auf einer Farm arbeitete und sie es gut hatten. Erst im Februar 1946 ist er nach über sechs Jahren wieder nach Hause gekommen.“ aus: RAFF – Familiengeschichte(n) aus sieben Jahrhunderten (Thomas Held u.a.)

Eltern

Geschwister

Ehe

  • Lebende Personlebend

Heirat: 26.11.1931, Echterdingen

Kinder

  • Lebende Personlebend

Lebenslauf

  1. 16.12.1901 Geburt Echterdingen
  2. 26.11.1931 Heirat mit Raff, Friederike Katharina Gottliebin geb. Schäfer Echterdingen
  3. 22.06.1983 Tod Echterdingen

Im Stammbaum

Stammbaum: Raff, Wilhelm Friedrich

Vorfahren – 3. Generation

Vorfahren – 2. Generation

Vorfahren – 1. Generation

Diese Generation

Nachkommen – 1. Generation

  • Lebende Person